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Verlangt die KVI gar nicht viel von Schweizer Firmen?

Die Firmen müssen präventiv dokumentieren, dass ihre Geschäftspartner vor Ort eine saubere Weste haben, obwohl gar kein Vorwurf im Raum steht. Diese Umkehr der Beweislast verursacht der grossen Mehrheit von korrekten Unternehmen Umtriebe, die keinerlei Wertschöpfung generieren.

Baut die saubere Schweiz ihren Wohlstand wirklich auf schmutzigem Geld auf?

Die von den Initianten gerne verteufelte Globalisierung hat innerhalb von 40 Jahren dazu geführt, dass die Armut weltweit von 40 auf 10 Prozent gesunken ist. Es ist darum unsinnig, alle international tätigen Firmen unter Generalverdacht zu stellen und ihnen eine aufwändige Sorgfaltsprüfung aufzuerlegen, mit der sie im Voraus beweisen müssen, keine Produkte von fragwürdiger Herkunft zu verwenden.

Würde die Initiative nur grosse Schweizer Firmen treffen?

Befürworter und Gegner der KVI streiten intensiv darüber, ob und wie die Initiative kleine Firmen treffen würde. Von einer generellen Entlastung kann nicht gesprochen werden, selbst wenn zahlreiche KMU von der Umsetzung der KVI ausgenommen würden.

Müssen sich Schweizer Firmen wirklich nicht vor der KVI fürchten?

Für Firmen ändere sich kaum etwas, sagen die Befürworter. Die umfassende Sorgfaltspflicht bedeute für Schweizer Firmen, dass alle Geschäftsbeziehungen bis ins letzte Detail ausgeleuchtet werden müssten, warnen die Gegner. Der Faktencheck zeigt, dass letztere recht haben.

Ist die Schweiz im internationalen Vergleich rückständig?

Andere Staaten haben längst ähnliche Regelungen, wie es die Konzern-Verantwortungs-Initiative (KVI) fordert, predigen die Befürworter. Doch der Vergleich mit Frankreich und Holland hinkt gleich mehrfach. Das zeigt der Faktencheck zu dieser komplexen Thematik.

Vergiften Schweizer Firmen Kinder im Ausland?

Schweizer Firmen stellten Profit über Menschenrechte und Umweltschutz behaupten die Befürworter der KVI im Abstimmungskampf. Darum brauche es die Initiative. Der Faktencheck zeigt, dass die Behauptungen nicht stimmen.

Profite in der Schweiz auf Kosten von Mensch und Umwelt im Ausland?

Schweizer Firmen in Entwicklungsländern wollten sich bloss bereichern und nähmen dabei Menschenrechtsverletzungen und Umweltverschmutzung in Kauf. Das sagen die Initianten der Konzern-Verantwortungs-Initiative (KVI). Der Faktencheck zeigt, dass die Aussage so nicht stimmt.